Umzug ins Eigenheim: aus der Wohnung ins Haus
Der Umzug aus einer Wohnung ins eigene Haus ist selten der schwerere Umzug, aber fast immer der andere. Getragen wird oft weniger, weil der Wagen bis vor die Tür kommt; ob das gelingt, entscheidet die Zufahrt aufs Grundstück. Wir klären Wendekreis, Untergrund und Standplatz vor dem Termin und räumen so ein, dass Keller und Dachboden nicht zur Endlagerung für Kartons werden.
- Zufahrt, Wendekreis und Untergrund vor dem Termin geprüft
- Eingeräumt wird nach Zielraum, nicht nach Zufall
- Keller, Dachboden, Garage und Gartenhaus von Anfang an eingeplant
Vor dem Einzug: was mitkommt und was nicht
Ein Haus hat mehr Platz als eine Wohnung, und genau das ist die Falle. Wer alles mitnimmt, weil ja Raum da ist, füllt Keller und Dachboden mit Dingen, die er in der Wohnung längst aussortiert hätte. Gehen Sie die Zimmer deshalb einmal mit drei Stapeln durch: mitnehmen, verkaufen, entsorgen. Was Sie aussortieren, nehmen wir am Umzugstag mit, abgerechnet wird nach Kubikmetern.
Die zweite Frage ist die Küche. Eine Einbauküche lohnt den Umzug, wenn die Fronten in Ordnung sind und die neuen Wände die Zeile aufnehmen können. Sie lohnt ihn nicht, wenn hinterher halbe Schränke übrig bleiben und die Arbeitsplatte neu zugeschnitten werden muss. Ab- und Aufbau übernehmen unsere Monteure, den Anschluss von Strom, Gas und Wasser macht ein Fachbetrieb.
Denken Sie früh an die Stücke, die im alten Treppenhaus nie um die Kurve gingen und deshalb zerlegt gekauft wurden. Im Haus passen sie oft am Stück durch, das Zerlegen entfällt und der Aufbau geht schneller. Umgekehrt gibt es Möbel, die aus einer oberen Etage nur über den Möbellift durchs Fenster nach draußen kommen. Beides sagen Sie beim Aufmaß, dann steht es im Angebot und nicht am Umzugstag zur Debatte.
Zufahrt, Wendekreis und der Untergrund
Beim Haus ist die Zufahrt die eigentliche Frage. Ein Umzugswagen mit 21 Kubikmetern braucht Platz zum Rangieren und Höhe zum Durchfahren. Ein schmales Tor, ein tief hängender Ast oder eine Wendemöglichkeit, die auf dem Lageplan reicht und in Wirklichkeit nicht, entscheiden darüber, ob der Wagen bis an die Haustür kommt oder dreißig Meter weiter stehen bleibt. Ist die Zufahrt zu eng, fahren wir mit einem kleineren Fahrzeug vor und pendeln zwischen Haus und Umzugswagen.
Der zweite Punkt ist der Untergrund. Frisch verlegte Gehwegplatten, eine Rasenkante oder ein Schotterstreifen tragen ein beladenes Fahrzeug nicht ohne Weiteres, und ein abgesackter Randstein wird teurer als der ganze Umzug. Wir stellen den Wagen deshalb lieber auf festen Belag und legen die letzten Meter mit Rollbrettern zurück. Sagen Sie uns vorher, was frisch gemacht wurde, dann fahren wir nicht darüber und legen bei Bedarf Bohlen unter die Räder.
Einräumen in der richtigen Reihenfolge
Im Haus gibt es mehr Ziele als Räume: Erdgeschoss, Obergeschoss, Keller, Dachboden, Garage, manchmal ein Gartenhaus. Wenn alle Kartons erst einmal im Flur landen, tragen Sie sie ein zweites Mal, und dieses zweite Mal tragen Sie allein. Beschriften Sie deshalb nach Zielraum statt nach Inhalt und kleben Sie an jede Tür einen Zettel mit demselben Wort.
Bewährt hat sich diese Reihenfolge: zuerst die großen Möbel in die oberen Etagen, solange die Wege noch frei sind, danach die Kartons nach Etagen sortiert, zuletzt Keller, Garage und Gartenhaus. Gartengeräte, Fahrräder und Winterreifen kommen ganz zum Schluss, weil sie niemandem im Weg stehen dürfen, solange noch Schränke durch den Flur gehen.
Was in den Keller soll, stellen Sie besser auf ein Regal oder auf Paletten als direkt auf den Boden. Und was auf den Dachboden geht, muss dort auch ausgepackt werden können: Ein Karton, der nur über eine Bodentreppe passt, sollte leicht genug bleiben, damit eine Person ihn allein hochbekommt. Wir stellen die schweren Kisten deshalb unten ab und tragen nach oben, was oben hingehört.
Drei Fragen zum Einzug ins eigene Haus
Was ist zu tun, wenn der Umzugswagen nicht aufs Grundstück kommt?
Dann wird mit einem kleineren Fahrzeug gependelt: Der große Wagen steht an einer Stelle, an der er sicher halten und wenden kann, das kleine bringt die Ladung bis an die Haustür. Das kostet etwas mehr Zeit, ist aber deutlich günstiger als ein festgefahrener Wagen oder ein beschädigter Randstein.
Lohnt es sich, die Einbauküche mitzunehmen?
Das entscheidet der Zuschnitt der neuen Räume. Passt die Zeile ohne größere Änderungen an die neue Wand und sind Fronten und Arbeitsplatte in Ordnung, lohnt der Umzug der Küche fast immer. Muss dagegen zugeschnitten, ergänzt und neu gebohrt werden, ist eine neue Küche oft die ruhigere Lösung.
Können Möbel direkt in den Keller oder auf den Dachboden getragen werden?
Ja, wenn Treppe und Zugang das hergeben. Bei einer schmalen Bodentreppe gilt eine Grenze: Was zwei Personen nicht sicher hochbekommen, bleibt unten. Sagen Sie beim Aufmaß, was in Keller, Dachboden, Garage oder Gartenhaus soll, dann wird die Reihenfolge am Umzugstag danach gebaut und nichts muss ein zweites Mal angefasst werden.
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